Über mich und diesen Blog

Karo im Park

 

Wenn ich mich wie die meisten Menschen vorstelle, beginne ich diesen Text so: Hallo, ich bin Karo und freie Journalistin.

Wir definieren uns gern über unseren Job. Meinen Beruf finden viele anfangs furchtbar interessant. Sie fragen mich, wo und wie und was ich so schreibe. Eine Frage, die mir so gut wie niemand stellt, ist, warum ich schreibe.

Wieso, weshalb, warum?

Warum schreibe ich? Weil ich Geld verdienen muss und nichts anderes kann. Okay, das ist nur die halbe Wahrheit. Ich könnte auch anders meinen Lebensunterhalt verdienen. Will ich aber nicht.

Schreiben ist mir ein tiefes Bedürfnis, vielleicht sogar eine Art Seelenhygiene. Seitdem ich in dem mit Asbest verseuchten Pavillon meiner Grundschule die ersten Buchstaben gekritzelt habe, schreibe ich.

Es fiel mir immer leichter, meine Gedanken auf Papier festzuhalten als sie auszusprechen. Auch wenn ich nicht auf den Mund gefallen bin. 😉

Eine tiefe Liebe zum geschriebenen Wort gepaart mit Neugier und Wissensdurst. Na, was hätte ich sonst werden sollen, wenn nicht Journalistin?

Doch jetzt wird’s unromantisch: Journalisten wie ich müssen sich oft Themen widmen, die uns, sagen wir, mäßig interessieren. Dabei wollen wir alle nur das eine: über unsere Herzensthemen schreiben!

Deswegen gibt es jetzt diesen Blog.

Lange bin ich um das Bloggen herumgeschlichen. Habe überlegt, gehadert, verworfen. Aber der Duft von gewünschter Subjektivität, von Freiheit und Resonanz war am Ende zu verlockend. 🙂

Warum das Thema Digitalisierung und Digital Detox?

Weil mich die Digitalisierung und deren Auswirkungen auf unser Leben täglich umtreibt.

Weil es ein Thema ist, dem wir uns nicht entziehen können und das so viele Fragen aufwirft, dass es Zeit wird, nach Antworten zu suchen. Für mich und für Euch.

Als Kind der 1980er-Jahre bin ich in einer analogen Welt aufgewachsen. Ohne Internet und Smartphone. Es gab Wählscheibentelefone in Giftgrün und Weinrot und postgelbe Telefonzellen. Röhrenfernseher mit drei Kanälen.

Wir verabredeten uns morgens in der Schule zum Spielen am Nachmittag. Wir bastelten Einladungskarten und schrieben uns während des Unterrichts Zettelchen.

Wir mussten zwei Wochen auf die entwickelten Fotos aus dem Urlaub warten. Und wenn wir etwas wissen wollten, was niemand ad hoc parat hatte, schlugen wir im Lexikon nach, das mindestens einen Meter Wohnzimmerregal einnahm.

Als der erste Schulkamerad einen Commodore C64 sein Eigen nannte, saßen wir mit offenen Mündern davor und konnten uns nicht vorstellen, wie die Welt ein paar Jahrzehnte später aussehen würde.

Die analoge Zeit ist vorbei. Und nun?

Ich will nicht den Satz bemühen, dass früher alles besser war.

Aber das Leben war definitiv anders und – oh Wunder – es hat dennoch funktioniert! Und obwohl ich alles miterlebt habe, ist es mir heute ein Rätsel, wie.

Nein, ich wünsche mir die analoge Zeit nicht zurück. Dafür liebe ich dieses ganze elektronische, digitale Gedöns zu sehr. Auch wenn die Liebe manchmal zur Hassliebe mutiert.

Du widersprichst mir bestimmt nicht, wenn ich behaupte, dass wir uns damals bei diesen Aussagen an den Kopf gegriffen hätten:

Wir schauen häufiger auf einen Bildschirm als in die Augen unserer Mitmenschen.

Wir tippen lieber stundenlang auf dem Smartphone herum, um etwas zu organisieren, als den anderen fünf Minuten anzurufen.

Wir erfahren nicht mehr persönlich von unseren Freunden, was in ihrem Leben geschieht, sondern über Facebook.

Wir widmen unserem Handy massenhaft Zeit und oft auch die intimsten Momente unseres Lebens anstatt den Menschen, die sie verdienen.

Wir sind überall und jederzeit erreichbar und setzen uns dem vermeintlichen Zwang aus, in jeder Lebenslage reagieren zu müssen.

Wir verbringen unsere Zeit vor Flatscreens, anstatt nach draußen zu gehen und zu spüren, dass wir keine Wetter-App brauchen.

Wir plagen uns mit schmerzhaften SMS-Daumen und Handy-Nacken herum und versuchen, sie mit einer Gesundheits-App in den Griff zu kriegen.

Wir lassen Algorithmen entscheiden, welche Musik wir hören, welche Nachrichten wir lesen und welcher Partner zu uns passt.

Wir verabschieden uns nicht mehr persönlich von Menschen, sondern wischen sie und ihre Kontaktdaten einfach weg.

Das ist eine beliebige Aufzählung von Absurditäten und keine komplette Auflistung meiner persönlichen digitalen Sünden. 😉

Doch ich merke, wie die Digitalisierung mich und die Menschen um mich herum verändert. Und das nicht gerade zum Positiven hin. Wenn ich mir das so anschaue, frage ich mich:

Sind wir denn völlig wahnsinnig geworden?

Könnte man meinen. Ich will nicht glauben, dass wir durch die Digitalisierung verrückt werden. Oder verblöden. Oder verrohen. Beweisen kann ich das nicht. Dafür sind andere zuständig.

Ich will daran glauben, dass wir nicht wirklich so sind, wie ich das oben beschreibe. Auch wenn das naiv ist. Ich glaube daran, dass wir Menschen mit analogem Herzen sind. Nur dass wir das manchmal in dieser schnelllebigen digitalen Zeit vergessen. Wir sind einfach überfordert mit all den digitalen Möglichkeiten, die uns Freiheiten versprechen, die in Wahrheit keine sind.

Also ich bin überfordert. Die Reizüberflutung, dieses scheinbare Überangebot an allem, was ich vielleicht wollen könnte, macht mich zu einem Menschen, der ich nicht sein will.

Mir ist bewusst geworden: Ich lasse mich von einer Technologie terrorisieren, die eigentlich dazu dienen sollte, unser alltägliches Leben zu vereinfachen! Deswegen:

Ich will mein echtes Leben zurück!

Ich will Momente genießen können, ohne sie zeitgleich auf Facebook zu posten.

Ich möchte Menschen wieder in die Augen sehen.

Zeit haben für die wirklich wichtigen Dinge und sie nicht an Sinnlosigkeiten wie das 78. Katzenvideo auf YouTube oder Spammails verschwenden.

Ich will wieder Briefe schreiben.

Bewusste Entscheidungen treffen.

Wirklich Zuhören.

Aufmerksam sein.

Echte Nähe erfahren.

Erobern wir uns ein Stück analoges Leben zurück!

Ja, analoge, echte Momente sind immer noch möglich. Trotz des digitalen Wahnsinns. Wir müssen sie nur zurückerobern.

Ein erster Schritt ist, unseren gesunden Menschenverstand einzuschalten. Uns zu informieren, zu beobachten, zu hinterfragen. Und dann zu handeln.

Dafür gibt es diesen Digital-Detox-Blog. Ich möchte uns allen dabei helfen zu verstehen, was die Digitalisierung mit uns macht und warum.

Wenn wir die Mechanismen begreifen, dann können wir sie auf unser Leben anpassen. Uns rückbesinnen auf das, was wir sind:  Menschen mit analogem Herzen.

Ich freue mich, dass Du hier bist und hoffe, dass Du gern bleibst.

Unterschrift "Deine Karo"

PS: Falls Du mehr darüber lesen möchtest, wie ich zum digitalen Junkie mutiert bin und woran ich es gemerkt habe: hier entlang.

 


 

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